Der Name „Romería“ kommt von alten Pilgerfahrten („romeros“), ursprünglich Wallfahrten nach Rom und zu lokalen Schutzheiligen.
Auf Teneriffa sind Romerías heute bunte Feste zu Ehren des jeweiligen Ortsheiligen und gleichzeitig eine Art Erntedankfest der Gemeinde.
Nach einer Messe wird die Heiligenfigur in einer Prozession durch geschmückte Straßen getragen, begleitet von Musikgruppen und Tänzern.
Mit liebevoll dekorierten Ochsenkarren oder Traktoren ziehen die Menschen durch den Ort; oft dauert dieser Umzug mehrere Stunden und geht in eine große Straßenparty über.
Viele Einheimische tragen traditionelle kanarische Trachten und verteilen von den Wagen typische Speisen, Wein und andere lokale Produkte an die Zuschauer.
Es wird auf Plätzen und Straßen gegessen, getrunken, musiziert und getanzt; Besucher sind ausdrücklich willkommen, sich unter die Menge zu mischen und mitzufeiern.
Romerías finden vor allem zwischen April und September statt, in vielen Orten der Insel, besonders im Norden, etwa in Tegueste, La Orotava oder Garachico.
Sie gehören zu den wichtigsten Terminen im Festkalender der Kanaren und sind eine ideale Gelegenheit, die authentische Kultur Teneriffas kennenzulernen.